Weniger ist mehr - ein Schritt in Richtung Minimalismus

Seit einigen Wochen beschäftige ich mich mit dem Thema Minimalismus. Ein Thema, das sich auf viele Lebensbereiche anwenden lässt und mittlerweile zu einem Trend geworden ist.

Doch was ist Minimalismus? Der Begriff Minimalismus kann sich auf viele Bereiche beziehen. Man findet die Einfachheit und Reduziertheit, der sich der Minimalismus verschrieben hat, in der Musik, der Architektur und auch im Bezug auf einen Lebensstil. Dieser Teil ist besonders für mich von Interesse! Ein minimalistisches Leben widersetzt sich dem Konsum und widmet sich der Einfachheit eines kleinen Besitzes. 

Wer sind denn die Minimalisten? Mir persönlich ist aufgefallen, dass besonders junge amerikanische Frauen sich mit diesem Thema auseinander zu setzen scheinen. Die meisten meiner Inspirationen habe ich von YouTube und jungen Frauen, die teilweise so wenig Sachen besitzen, dass sie bei einem Umzug nur ein normales Auto für alle Sachen brauchen. Beeindruckend, oder? Wenn ich mal wieder umziehe, brauche ich auf jeden Fall einen LKW!

Doch das würde ich gerne ändern!! Denn ich surfe gerade voll auf der Minimalismus Welle!

Meine Schritte zu einem weniger mit materiellen Dingen zugestopftes Dasein hat eigentlich vor einigen Wochen mit dem "Capsule Wardrobe" angefangen. Natürlich! Uns Mädels bekommt man immer über die Kleidung an den Haken. Ich hab das große Glück in einem riesen Zimmer zu wohnen und besitze einen Schrank mit 5 Türen. Anfängliche Bedenken, ich könnte diese Monstrum von Schrank niemals füllen, haben sich sehr schnell in Luft aufgelöst. Mein Schrank ist voll bis oben hin. Doch was ziehe ich denn wirklich davon an? Schätzungsweise 20%. 
Und genau hier setzt mein Minimalsimus in Sachen Kleiderschrank an. Ich habe erstmal alle Teile aus dem Schrank ausgeräumt und zwei meiner fünf Türen zum neuen "Capsule wardrobe" erklärt. Dann habe ich nur absolute Lieblingsteile (zwischen 20 und 40 Teilen) wieder eingeräumt und den Rest hinter den anderen Türen verschwinden lassen. Ich wollte einfach mal, ohne radikal alles wegzuwerfen, dieser neuen Idee folgen. Und ich kann sagen: ich bin mehr als begeistert!! In Sachen Kleidung ist weniger wirklich mehr! Ich bin super schnell angezogen, alle meine Teile passen wunderbar zusammen und ich habe eindeutig meine Liebslingsklamottenfarbe gefunden: dunkel Rot. Gleichzeitig ist mir mein persönlicher Stil, den ich oft nicht wirklich gesehen habe, förmlich ins Gesicht gesprungen! Jetzt kann ich viel gezielter einkaufen und habe hoffentlich weniger Fehlkäufe.
Lustiger Weise hat mir eine Freundin einen Tag nach meiner Kleiderschrankaktion unglaublich viele Tipps zu Minimalismus gegeben und vor allem Youtuberinnen empfohlen, deren Videos mich für den nächsten Schritt sehr inspiriert haben.

Denn nachdem es bei den Klamotten so gut funktioniert hat, wollte ich mehr reduzieren! Also hab ich Schritt für Schritt angefangen mein Zimmer auszumisten - oder wie meine amerikanischen Minimalismus Vorbilder sagen würden - habe ich den "decluttering process" gestartet. Dabei geht es nicht um das klassische Aufräumen, sondern wirklich ums Wegwerfen. Die große Leitfrage, die  mir unglaublich geholfen hat, ist dabei: Brauch ich diese Sache und/oder macht sie mich glücklich? 
Damit bin ich unglaublich weit gekommen! Deshalb sieht mein ehemals vollgestoptes Regal mit meinen Unisachen z.B heute so sortiert aus:


Leider kann ich aber unsere Mülltonnen im Haus nicht überstrapazieren mit den bestimmt 10 Müllbeuteln, die ich  gepackt habe! Außerdem habe ich viele Bücher, die ich nun erstmal  beiseite gestellt habe um zu sehen, ob ich sie vermisse. Deshalb sieht die dunkle Seite meines Decluttering Process so aus:


Aber ich bin ja erst am Anfang. Momentan stelle ich aber auf jeden Fall fest, dass es mir unglaublich gut tut, unnützen Ballast loszuwerden und sich zudem der vielen Besitztümer bewusst zu werden, die ich habe. Solch ein minimalistischer Lebensstil kommt meinen grünen Ambitionen zudem sehr entgegen. Weniger Besitztümer bedeutet weniger Konsum. Und Konsum wird leider in vielen Bereichen auf dem Rücken anderer ausgetragen. Wenn ich weniger kaufe, entsteht zum Beispiel weniger Verpackungsmüll, der der Umwelt schadet. Oder wenn ich nur noch Lieblingsteile im Schrank habe und auch nur diese einkaufe, verweigere ich mich der billig und fast fashion, die schlecht für Umwelt und Mensch ist. Und weil ich ja nur noch das Wichtigste kaufe, habe ich auch viel mehr Geld um zum Beispiel Kleidung aus dem Fairtradebereich zu kaufen. Also Plus für mich und Plus für die anderen.

Ich bin begeistert und schau mal, wie weit ich persönlich den Minimalismus treiben kann. Bis dahin,
Grüne Grüße 
Eure Anna

PS.: Tipps und Inspiration zum Thema Minimalismus findet ihr zum Beispiel bei LightbyCoco und Samantha Lindsey
Wer sich lieber auf deutsch ein wenig informieren möchte: Planet Wissen - Weniger ist mehr, wie entrümpeln die Seele befreit

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