Immer barfuß unterwegs! - mit Barfußschuhen von Leguano

Es gibt nichts Schöneres als im Sommer barfuß durch warmes Gras zu laufen. Oder durch wamen Sand, wenn die einzelnen Sandkörner durch die Zehen rieseln. Man erlebt die Welt so viel intensiver als mit Schuhen.
Von diesem Gefühl geleitet - und weil ich daheim ohnehin immer in Socken oder barfuß unterwegs bin - wollte ich auch in meinem Alttag dieses Gefühl haben. Und zwar wenn ich zur Uni laufe, einkaufen gehe oder durch die Stadt spaziere. Ich wollte meine Umgebung fühlen. Und zwar mit den Füßen.

Also habe ich begonnen zum Thema Barfußschuhe zu recherchieren. Natürlich fanden sich gleich unglaubliche Versprechen wie der Verbesserung des Gangs, der Haltung, des allgemeinen Wohlbefindens und und und. Zahlreiche Berichte sprachen fast schon von Wunderheilungen von geschundenen Füßen, Kniene und Rücken.

Bei solchen Berichten bin ich jedoch immer etwas vorsichtig. Trotzdem hat mich die positive Resonanz neugierig gemacht. Deshalb wollte ich unbedingt mal Barfußschuhe anprobieren und bin in Heidelberg in den Laden der Marke Leguano gegangen. Dort wurden wir, Charlotte war natürlich auch dabei, ausführlich beraten und konnten in Ruhe die Schuhe anprobieren, Fragen stellen und auf einem kleinen Parcour mit unterschiedlichen Untergründen wie Holz, Steinen oder Glasscherben das Gehen testen. Außerdem lernten wir erste Grundsätze für den Kauf eines Barfußschuhs:

* Schuhe immer groß genug kaufen, damit die Zehen Platz haben sich zu spreizen
* in den Barfußschuhen wird im Ballengang gelaufen
* bei schweren Fuß-, Knie-, oder Rückenprobleme zunächst einen Arzt konsultieren

Nach reiflicher Überlegung und Sparen habe ich mich dann einige Wochen später für den Kaufe der "Leguano aktiv lavaschwarz" entschieden.




Die Schuhe bestehen aus Polyester und Mikrofaser (leider nicht besonders toll für die Umwelt - ich weiß) und die Sohle aus Lifolit. Dadurch sind die Schuhe sehr strapazierfähig. Außerdem kann man die Schuhe auch im Salzwasser bei steinigen Stränden tragen. Hier eine Warnung an alle Veganer: das Leguano-Schild an den Schuhen ist meines Erachtens nach aus Leder. Es gibt jedoch auch andere Modelle ohne dieses Schild.
Dafür werden die Schuhe aber in Deutschland handgefertigt, was ein großer Pluspunkte ist. Die Schuhe sollten deshalb auch auf jeden Fall anprobiert werden, da es kleine Abweichungen geben kann.

Durch die dünne Sohle sind die Schuhe sehr- nennen wir es - rollbar! So passen sie überall hinein und wollen gerne in der Handtasche mitgenommen werden.


Ein weiterer Vorteil des Materials ist, dass es sich bei 30 Grad ohne Schleudern in der Waschmaschine waschen lässt. Das ist bei Barfußschuhen auch wirklich nötig! Ich habe meine seit einigen Monaten und "musste" sie schon zwei mal waschen. Dazu stecke ich sie einfach in einen Wachbeutel und ab damit in die Maschine.


Aber wie trägt sich so ein Schuh nun? Zunächst habe ich im Laden erfahren, dass man beim Tragen von Barfußschuhen im Ballengang gehen sollte. Bei diesem Gang setzt nicht die Ferse, sondern der Ballen als erstes auf den Boden auf und es wird sozusagen nach hinten abgerollt. Denn durch das Auftreten mit der Ferse läuft ein kräftiger Ruck durch unseren Körper und die gesamte Wirbelsäule. Bei jedem einzelnen Schritt wird als die Wirbelsäule belastet. Der Ballengang hingegen ist der natürliche Gang des Menschen und staucht die Wirbelsäule nicht.

In der Theorie klingt das ja alles wunderbar, aber ich muss gestehen, ich habe diesen Gang bis heute nicht so wirklich hinbekommen. Beim Kauf bekam ich einen Onlinekurs empfohlen, in dem ich in 10 Wochen den Gang erlernen sollte. Aber ich sah leider auch danach noch aus wie ein Storch im Salat und war deshalb schon ganz enttäuscht. Denn bei einem Preis von 140€ wollte ich schon wirklich gute Schuhe in denen ich auch richtig laufe!
Doch irgendwann habe ich einfach aufgehört über den Gang nachzudenken und habe auf meinen Körper gehört. Was brauchen meine Füße und was fühlt sich gut an? Danach habe ich mich gerichtet und heute laufe ich in meinen Barfußschuhen in verschiedenen "Gangarten".
Bergab treten ich tatsächlich mit dem Ballen auf, da dies einer natürlichen Gangart bergab am nächsten kommt. Auf gerade Strecke verlagere ich mein Gewicht auf den ganzen Fuß, ebenso bergauf.
Denn eines stimmt wirklich: bei einem Gang, bei dem besonders die Ferse eingesetzt wird, schmerzen in den Barfußschuhen bald Füße und Rücken, da der Gang durch nichts abgefedert wird.
Letzte Woche hat mir jedoch ein Video den Ballengang nochmal auf wunderbare Weise nahegebracht. Vielleicht wage ich es doch nochmal.



Ich persönich trage meine Schuhe mittlerweile überall und für jede Aktivität. Durch die sehr flache Sohle habe ich immer einen festen Stand. Wenn ich aber viel auf Stein und Asphalt laufe kommt es manchmal vor, dass mir nach einiger Zeit die Füße weh tun. Denn so ohne Polster fühlt man erstmal, wie hart Asphalt eigentlich ist!
Der volle Genuss kommt dann auf Waldboden oder Wiesen. Da der Boden natürlich abfedert, entwickelt man einen wunderbar runden Gang.


Außerdem sind meine Füße durch die barfußschuhe ständig in Bewegung. Ich kann auch im Alltag mit den Schuhen mit den Zehen wackeln, in die Hocke gehen und kleine Tänzchen vollführen. Meine Barfußschuhe sind Freiheit pur! Und als wunderbarer Nebeneffekt habe ich immer warme Füße, auch bei kühlem Wetter. Das kommt wohl durch die vielen Muskeln im Fuß, die jetzt wieder aktiviert werden.
Zusammenfassend bin ich also sehr begeistert von meinen Leguanos! Probiert sie mal an, ihr werdet es nicht bereuen!

Grüne Grüße,
Anna

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