Minimalismus: Aussortieren - aber wie?



Ich habe ja schon einige Male über den Minimalsismus geschrieben und wie ich es genieße immer weniger "Müll" und mehr Dinge, die ich liebe, um mich herum zu versammlen. Die Freiheit kann man fast schon atmen, obwohl ich noch immer ganz schön viele Dinge besitze (den Titel Minimalistin würde ich mir mal nicht geben!)

Aber was macht man nur, wenn die Trennung von den Sachen so schwer fällt? Vielleicht kann ich da mit einigen Tipps und Empfehlungen helfen.

Mein neuer Minimalismus-Schub stammt ganz klar von Marie Kondos Buch "Magic Cleaning". Magischen Putzen? Jap, denn Marie Kondo beschreibt mit ihrer KonMari Methode nicht nur einen Weg nachhaltig aufzuräumen, sondern auch wie sich das Leben geradzu magisch verändert, wenn man alles geordnet und aufgeräumt hat und hält. Deshalb sind auch viele Tipps von ihr und ich empfehle das Buch wirklich jedem Interessierten!

 
1. Vorbilder sammeln
Jeder von uns hat eine bestimmte Idee im Kopf, wie die Wohnung aussehen soll. Falls nicht, ab ins Internet und Vorlagen suchen. Denn mit einem festen Ziel im Kopf geht das Aussortieren viel besser von der Hand. Dabei können es auch ganz kleine Ziele oder Vorbilder sein. Ich persönlich habe zum Beispiel immer das Ziel Regale und Oberflächen so frei wie möglich zu halten. Klappt nicht immer, aber ich bin in vielen Bereichen meinem Ziel schon sehr nahe gekommen! 

2. Schritt für Schritt - aber dranbleiben!
Marie Kondo teilt das Aufräumen in Kategorien ein. Erstmal kommt die Kleidung dran, danach Bücher, Papiere, Kleinkram und Erinnerungsstücke. Diese Reihenfolge kann man Schritt für Schritt folgen. Jedoch sollte man den Zeitraum zwischen den Kategorien nicht zu groß werden lassen. Lieber an ein paar Tagen Marie Kondos "Aufräumfest feiern" und dann hat man sich schonmal von vielen Dingen getrennt.

3. Jedes Teil in die Hand nehmen, bewusst entscheiden und bedanken!
Auch hier gebe ich Marie Kondo wieder Recht. Beim Ausmisten sollte man bewusst jedes Teil in die Hand nehmen und in sich hinein fühlen. Bringt mir dieses Teil Freude? Nein? Dann weg damit! Aber bei meinem zweiten großen Ausmisten in den letzten Wochen habe ich noch einen Trick von Marie Kondo befolgt: ich habe mich bei meinen Sachen bedank und mich verarbschiedet. Klingt leicht wahnsinnig, oder? Hat aber sehr geholfen! Sobald man laut zu einem Gegenstand sagt: Vielen Dank für die gemeinsame Zeit, aber ich lasse dich jetzt gehen! ist es wirklich viel leichter loszulassen

4. Wenn nicht heute, dann vielleicht morgen!
Dieser Tipp entspricht meiner Erfahrung! Von einigen Sachen kann man sich einfach nicht sofort trennen. Man weiß gar nicht, ob sie einen glücklich machen oder nicht. Dann lieber nochmal zurück an Ort und stelle mit dem Teil. Beim zweiten großen Aufräumen (das erste große Ausmisten war vor ziemlich genau einem Jahr) habe ich mich dann tatsächlich von vielen dieser "Ach ich weiß nicht Sachen" getrennt! Also nicht zu streng mit dir sein! Wenn es heute nicht geht, dann vielleicht morgen.

5. Aussortiertes "in den Weg stellen"
Wenn ich persönlich aussortiert habe, verstecke ich meinen "Müll" nicht in der hintersten Ecke, wo er dann doch stehen bleibt. Nein! Ich stelle ihn an eine prominente Stelle in meine Zimmer. So sehe ich ihn jeden Tag den er bleibt und er stört mich immer mehr. Ich kann nur sagen, nach einigen Tagen bin ich dann so genervt von den rumstehenden Sachen, dass die Trennung wirklich nicht mehr schwer fällt. Falls doch, ist die Zeit zum Weitergeben und Wegwerfen wohl noch nicht gekommen und es sollte ein schöner Platz für den Gegenstand im Zimmer gefunden werden.


Falls einer dieser Tipp euch hilft ein wenig Balast abzuwerfen, dann sagt uns gerne Bescheid! Wir freuen uns immer über Rückmeldungen!

Grüne Grüße,
Anna

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