Wir sind nicht perfekt! - aber wir müssen es auch nicht sein.

Vor einigen Tage habe ich ein wunderbares Video von Erin (mygreencloset) gesehen. Das Thema war der Umgang mit Perfektion im Bezug auf Nachhaltigkeit.



Wie leider so viele andere gehen ich die meisten Dinge in meinem Leben mit dem Ziel der Perfektion an. Schule, Uni, Privatleben - es soll doch bitte schnell alles in den perfekten Bahnen laufen, damit man sein wunderbares Leben den anderen vorzeigen kann. Alles andere wäre ja nicht denkbar!

Genauso ging und geht es mir mit meiner Umstellung zu einem nachhaltigeren Lebensstil. Erst waren es nur ein paar Grundgedanken: keine ungesunden Stoffe in der Kosmetik und besser produzierte Kleidung. Doch besonders im Bereich der Nachhaltigkeit kann das schnell ausufern. Es gibt so viele Dinge zu beachten, jeder legt seinen Fokus auf etwas anderes und schnell heißt es: du bist gar kein richtiger Öko, kein richtiger Minimalist und Zero Waste ist das schon gar nicht!

Wie Erin in ihrem Video sagt, scheint dieser Gedankengang viele Menschen gänzlich davon abzuhalten, überhaupt den Weg der Nachhaltigkeit zu gehen. Wenn ich es nicht richtig machen kann, dann lasse ich es doch gleich bleiben.

Doch hier kommt der Witz an der Sachen: jeder kleine Schritt in Richtung Nachhaltigkeit ist ein Schritt in die richtige Richtung! Wir müssen nicht die Welt in einem Tag verändern um etwas zu bewegen!

Ich selber merke wie sehr ich meinen persönlichen Standards in Sachen Kleidung, Kosmetik etc. folge und mir kaum einen Ausrutscher erlaube. Wenn ich mal keine Wahl habe und doch ein nicht fair gehandeltes Kleidungsstück kaufen muss - ja, das kommt auch mal vor! - fühle ich mich gleich richtig schlecht!

Doch wir sind nicht perfekt! Wenn es nur der Verzicht beim Einkaufen auf die Plastiktüte an der Kasse ist - wunderbar! Es muss nicht gleich der perfekte Zero Waste Lebensstil sein! Oder bei der Suche nach einem schönen Sommerkleid die faire Variante und nichts aus dem Bereich der Fast Fashion gekauft? Super, ein Schritt in die richtige Richtung und mit dem Geld ein wichtiges Statement gesetzt. Den Fleischkonsum von vier Mal die Woche auf zwei Mal die Woche reduziert? Fantastisch, die Um- und Tierwelt wird es dir danken!

Das soll natürlich nicht heißen, dass ein Fair Fashion Teil den Kauf von 100 Fast Fashion Kleidern legitimiert, aber es ist ein Schritt, dem gerne viele weitere folgen dürften!

Deshalb traut euch! Wir sollten alle den Gedanken des Perfektionismus abschütteln und das tun was wir momentan können. So wird irgendwann vielleicht ein Satz wahr, der mich seit meiner frühesten Kindheit begleitet:

„Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann werden sie das Gesicht der Welt verändern.“

Was sind eure Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit und Perfektionismus? Lasst es uns gerne wissen!

Grüne Grüße,
Anna

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