Minimalismus und Sport? - Vier Sportarten, die ohne viel Equipment auskommen

Minimalismus und Sport? Passt das zusammen? Soll ich jetzt den Sport aus meinem Leben "weg-minimalisieren"?



Nein, natürlich nicht! Doch wenn ich so über meine sportliche Karriere - die wirklich nicht besonders üppig ausgefallen ist - blicke, fällt mir Folgendes auf: manche Sportarten lassen sich leicht starten, ohne viel Aufwand und Ausrüstung. Andere bedürfen einem unglaublichen Ausmaß an Equipment, das gekauft und Instand gehalten werden möchte. Selbstverständlich sind auch diese aufwändigeren Sportarten wunderbar, doch meistens sind es im Alltag doch die unkomplizierten und "minimalistischen Sportarten", die sich leicht in unser Leben integrieren lassen.

Deshalb kommen hier für alle Sportmuffel und Sportanfänger - da zähle ich mich deutlich dazu - ein paar Anregungen dem Körper und dem Geist mit Sport etwas Gutes zu tun. Jedoch gleich vorweg: ich bin absolut kein Sportprofi und über auch nicht alle diese Sportarten momentan aus!

#Laufen
Die wohl bekannteste und beliebteste Sportart: Laufen, bzw. Joggen. Es gibt unzählige Lauftreffs, Wettbewerbe und joggende Instagramer, die uns vormachen, wie es geht. Aber mal ganz ehrlich, im Endeffekt kommt es nur auf zwei Dinge an: die richtige Motivation und die richtige Schuhe (so sind auf jeden Fall meine Erfahrungen). Deshalb ist das Laufen für mich eine wunderbar minimalistische Sportart. Rein in die Schuhe und Sportklamotten und los geht es.
Eine wunderbare Motivation ist es sich gleich bei einem kleinen Lauf anzumelden! Ich versuche jedes Jahr bei einem vier- bis fünf-Kilometer-Lauf mitzumachen. Davor bin ich dann immer total motiviert und mache mich mit guter Musik regelmäßig in den Wald auf!



#Powerwalken
Die kleine Schwester des Laufens ist sicherlich das Walken. Obwohl manchmal belächelt, ist walken nicht unbedingt einfacher! Neben dem Nordic Walking, welches zu der Liste der guten Schuhe noch die nicht immer günstigen Walkingstöcke hinzufügt, greife ich gerne auf das Powerwalken oder Walking Plus mit Hanteln zurück. Ab ca. 10€ kann man solche Handeln mit Klettverschluss bestellen und beim Walken mitnehmen. So werden Arme und Rücken deutlich mehr mittrainiert!
Die günstige und noch minimalistischere Variante der Hanteln wären einfach zwei Wasserflaschen, die nach dem Sport gleich getrunken werden können.
Ich habe diese Sportart an meiner Uni kenne gelernt. Man kann entweder einfach walken und dabei wie gewohnt die Arme, die durch die Hanteln doch deutlich schwerer sind, mitnehmen. Wer mag kann auch immer wieder kleine Übungen für die Arme einbauen, wie die Hanteln beim Gehen vor dem Körper mit gestreckten Armen auf und ab bewegen oder die Arme nach links und rechts ausstecken und die Hanteln ebenfalls auf und ab bewegen. Der Kreativität sind dabei in Sachen Übungen keine Grenzen gesetzt. 


#Yoga
Auch Yoga erfreut sich größter Beliebtheit und kann ganz einfach umgesetzt werden: in einen Yogakurs muss man nichts anderes mitbringen als bequeme Kleidung und eine Yogamatte - fertig! Dann kann der Spaß auch schon losgehen und der Körper wird gestreckt und gedehnt und der Geist entspannt. Jedoch würde ich immer, besonders am Anfang, einen guten Yogakurs empfehlen, da manche Übungen schwierig sein können.



#Ballett
Jetzt denken sicher viele: Ballett? Dafür brauche ich doch Schuhe und einen Ballettbody und ein Tütü und und und. Weit gefehlt! Ich selber habe vor knapp einem Jahr mit Ballett angefangen und dachte auch zunächst ich müsste mich komplett neu einkleiden. Doch die Realität sieht anders aus: für meinen Kurs trage ich einfache Sportkleidung in der ich mich gut bewegen kann, habe mir dazu aber die notwenigen Ballettschuhe gekauft. Ansonsten brauch man für diese Sportart nunnoch eine gute Ballettschule und eine tolle Lehrerin - beides habe ich gefunden.
Ballett ist auch für erwachsene Anfänger eine tolle Sportart. Wer Spaß an Musik und Bewegung hat und einen Ausgleich zur Arbeit oder der Uni sucht, sollte sich unbedingt nach Kursen für Erwachsene umschauen! Es macht wirklich sehr viel Spaß, obwohl sich der Körper und besonders die Füße auch erst an die neuen Bewegungen gewöhnen müssen.



Die Schwierigkeit mit den Sportklamotten...
Trotz aller sportlichen Euphorie gibt und gab es für mich immer ein großes Problem: nachhaltige Sportkleidung. Ich persönlich mache in reiner Baumwollkleidung ungern Sport, obwohl diese am Nachhaltigsten wäre. Leider bestehen Sportklamotten fast immer aus synthetischem Material, welches die Umwelt zum einen durch die Produktion, aber auch nach der Verwendung der Kleidung stark belastet. 
Meine persönliche Lösung ist secondhand Sportkleidung: besonders bei Kleiderkreisel gibt es ungetragenen Sportkleidung zu kleinen Preisen. Wer secondhand Sportkleidung nicht möchte, was ich durchaus verstehe, wird vielleicht bei Marken wie Mandala, Hessnatur oder Armedangles fündig.


Wie minimalistisch ist eure Sportart? 

Grüne Grüße,
Anna


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